Grünten aktuell (Herbst/Winter 2021/2022)

Walser kritisieren Oberstdorfer Mobilitätskonzept: „Wer ein Parkhaus baut, zieht Autos an“

Blechlawinen und Wildparken im Kleinwalsertal

Der Ausflugsverkehr sorgt im Kleinwalsertal gerade an Wochenenden für große Probleme. Gemeindevertreter üben Kritik an Oberstdorfer „Insellösung“.

Schon bevor die erste Bergbahn in Betrieb gegangen ist, rollen am Wochenende die Blechlawinen ins Kleinwalsertal. Frühmorgens rasen die Autofahrer durch die Talstraßen, vormittags bilden sich Staus und später – wenn die Parkplätze voll sind – werden die Straßenränder als Stellplätze missbraucht. Das hat Folgen für die Natur und ärgert die Einheimischen. Auch in der Walser Gemeindevertretung sorgte die Verkehrssituation im Tal jetzt erneut für Diskussionen. Dabei gab es auch Kritik an der Nachbargemeinde.

 

Quelle (25. Februar 2022):

https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/immenstadt/walser-kritisieren-oberstdorfer-mobilitaetskonzept-wer-ein-parkhaus-baut-zieht-autos-an_arid-387148

Rodung stoppen: Petition soll Schutzwald am Grünten retten

Oberallgäu - Mit dem geplanten Ausbau am Grünten wäre eine Rodung von über drei Hektar Bergwald verbunden. Jetzt wurde eine Petition an den Bayerischen Landtag gestartet.

Wald hat wichtige Schutzfunktionen
Noch mehr Flächenversiegelung
Bergwaldbeschluss von 1984

 

Quelle (30. Januar 2022):

https://www.merkur.de/bayern/schwaben/sonthofen-oberallgaeu-kreisbote/rodung-stoppen-petition-soll-schutzwald-am-gruenten-retten-91263107.html

Petition gegen Rodungen am Grünten

Naturschutz

Bergbahn-Gegner fordern Landtag auf, die Wälder am "Wächter des Allgäus" zu erhalten.

 

Quelle (27. Januar 2022):

https://www.sueddeutsche.de/bayern/petition-rodung-gruenten-allgaeu-1.5516633

Kreis Oberallgäu: Petition an den bayerischen Landtag

Keine Bergwaldrodung am Grünten für Liftprojekt!

Mit dem geplanten Sommer- und Winterausbau am Grünten wäre eine Rodung von über 3 Hektar Bergwald verbunden. Der Bergwald ist teilweise als Schutzwald ausgewiesen. Betroffene Anwohner, Grundstücksbesitzer, Fachleute, Bürgerinitiative und der BUND Naturschutz haben jetzt eine Petition an den Bayerischen Landtag gestartet: Der Grundsatzbeschluss, keine Bergwaldrodung für neue touristische Projekte mehr zuzulassen, muss auch am Grünten umgesetzt werden.

 

Quelle (25. Januar 2022):

https://radioschwaben.de/nachrichten/kreis-oberallgaeu-petition-an-den-bayerischen-landtag/

Auskünfte zum Schutz des Grünten nach Art. 39 Bayer. Datenschutzgesetz; hier: Antrag auf Vorbescheid "Bau eines Jungviehlaufstalles mit Hirtenwohnung" - Nachtrag

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 15. März 2021 (TOP 4) hat der Rettenberger Gemeinderat dem Antrag auf Vorbescheid „"Bau eines Jungviehlaufstalles mit Hirtenwohnung" - einstimmig und unter Auflagen und Bedingungen - das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Hierzu bat ich die Gemeinde Rettenberg mit eMails in der Zeit vom 22. April bis 28. Oktober 2021 um Auskünfte zum Schutz des Grünten nach Art. 39 BayDSG.

Nach einer Unterstützung durch den Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz erteilte mir die Gemeinde Rettenberg mit Schreiben vom 5. November 2021 die zu Recht begehrten Auskünfte.

Der Brief der Gemeinde Rettenberg enthielt zugleich einen Kostenbescheid. Danach habe ich für diese, zu Recht begehrten Auskünfte nach Art. 39 Abs. 1 BayDSG, für welche meinerseits ein berechtigtes Interesse bestand, Gebühren und Auslagen in Höhe von 153,45 EUR zu zahlen.

Mit Schreiben vom 30. November 2021 habe ich gegen den Kostenbescheid vom 5. November 2021 Widerspruch eingelegt.

U. a. mit der Begründung, dass Auskünfte einfacher Art gemäß Art. 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Kostengesetz kostenfrei sind.

Mit Schreiben vom 6. Dezember 2021 hob die Gemeinde Rettenberg ihren Kostenbescheid vom 5. November 2021 (es war eine falsche Rechtsbehelfsmöglichkeit angegeben) auf.

Gleichzeitig erließ die Gemeinde Rettenberg erneut einen Kostenbescheid (mit der Rechtsbehelfsmöglichkeit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht in Augsburg).

Auch nach dem neuen Kostenbescheid vom 6. Dezember 2021 hatte ich für zu Recht begehrte Auskünfte einfacher Art nach Art. 39 Abs. 1 BayDSG, für welche meinerseits ein berechtigtes Interesse bestand, Gebühren und Auslagen in Höhe von 153,45 EUR zu zahlen.

Eine Klage gegen die Gemeinde Rettenberg erhob ich deswegen nicht.

Stattdessen überwies ich der Gemeinde Rettenberg am 12. Januar 2022 einen Betrag in Höhe von 154,00 EUR; ersatzweise (falls die Gemeinde den Kostenbescheid vom 6. Dezember 2021 aufhebt bzw. zurück nimmt) als Spende für den gemeindlichen Kindergarten „Am Grünten“.

BUND Naturschutz startet Petition gegen Bergwaldrodung am Grünten

Liftprojekt "Grünten Bergwelt"

Ist am Grünten Bergwald in Gefahr? Der BUND Naturschutz und andere haben eine Petition gegen Bergwald-Rodung gestartet.

"Es kann nicht sein, dass in Zeiten der Klimakrise immer noch Rodungsgenehmigungen für neue Massentourismusprojekte ausgesprochen werden." So begründet Thomas Frey, Allgäuer Regionalreferent des BUND Naturschutz (BN), dass der BN eine Petition an den Bayerischen Landtag (Link auf PDF) gestartet hat, gemeinsam mit betroffenen Anwohnern, Grundstücksbesitzern, Fachleuten und der Bürgerinitiative "Rettet den Grünten", wie es in einer Mitteilung heißt. Titel der Petition: "Keine Bergwaldrodung am Grünten".

 

Quelle (17. Januar 2022):

https://www.all-in.de/rettenberg/c-lokales/bund-naturschutz-startet-petition-gegen-bergwaldrodung-am-gruenten_a5146340?utm_term=Autofeed&utm_medium=Social&wt_mc=shared.echobox.facebook.default.oake.default&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR3EUf5biKzAg-

Skitourismus - einfach weiter wie bisher?

Einfach weiter wie bisher?

UNKRAUT | Umweltmagazin

Die Themen:

  • Skigebiet Mitterdorf: Wie sinnvoll sind die Ausbau-Pläne?
  • Historischer Lift und keine Schneekanonen: Retro-Skifahren am Hörnle
  • Wildschutzgebiete: Unterwegs mit Rangern im Mangfallgebirge
  • Wintersport ohne Auto: Mit dem Zug in die bayerischen Voralpen
  • Warnt vor künstlicher Beschneiung: Die Hydrologin Carmen de Jong
  • Kritik am Profi-Training: Ex-Skistar Felix Neureuther

 

Quelle (17. Januar 2022):

https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/unkraut/skitourismus-einfach-weiter-wie-bisher-unkraut-100.html?fbclid=IwAR1vGqs_mE9hzJg6Sm1LmbjZq_7VByIx_NAU_hhvUmhQf859i1RggyxO5jM

(Dauer: 29 Minuten)

Wasserknappheit: "Schneekanonen retten nicht den Wintersport"

Angesichts steigender Temperaturen wird künstliche Beschneiung den Wintersport nicht retten können. Dafür droht der enorme Wasserverbrauch der Schneekanonen bei uns zu Wasserknappheit zu führen - warnt Carmen de Jong, Hydrologin an der Uni Straßburg.

 

Quelle (16. Januar 2022):

https://www.br.de/nachrichten/bayern/schneekanonen-retten-nicht-mehr-den-wintersport,SuOUWAW?fbclid=IwAR3VSR4h3ytjrXKVbnGCHPQFjXAvu4fQxOC83FTnbmCq9zEe86srfJFXk3k

Seilbahnförderung und Förderung künstlicher Beschneiung in Bayern - Stand 2021

Mit einer Schriftlichen Anfrage habe ich nachgefragt, wohin genau die bayerischen Fördermittel für Seilbahnen in den vergangenen zehn Jahren geflossen sind. Die Zahlen zeigen: Es wird weiter eine Aufrüstung mit Schneekanonen unterstützt. Zu den Plänen der Staatsregierung, bis 2040 klimaneutral zu werden, passt die Seilbahnförderung nicht. Vor dem Hintergrund der Klimakrise ist dringend eine Evaluation nötig.

Christian Zwanziger, MdL

 

Quellen (11. und 20. Januar 2022):

Grüne fordern Neuausrichtung der Förderpolitik für Bergbahnen

Pressemitteilung von Thomas Gehring, MdL und Landtagsvizepräsident

Rund 75 Millionen Euro hat Bayern in den vergangenen zehn Jahren in Modernisierung und Ausbau von Liftanlagen gesteckt. Wie eine Anfrage der Grünen im Landtag ergab, sind nur rund 64 Prozent der Fördergelder in die Seilbahnen direkt, deren Modernisierung und barrierefreien Ausbau geflossen. Über ein Drittel kam nicht der Modernisierung von Seilbahnen zugute, sondern wurde zur Finanzierung von Beschneiungsanlagen oder auch Parkplätzen verwendet. Die Grünen kritisieren diese Förderpolitik, die nicht zu den Klimaschutzbekenntnissen der Staatsregierung passe.

Die Staatsregierung hat angekündigt, Bayern bis 2040 klimaneutral zu machen, Umweltminister Thorsten Glauber zählt in seinem Maßnahmenpaket zum Klimagesetz den Punkt „Klimaverträglicher Bergtourismus“ auf. „Das sind alles leere Phrasen, wenn die Staatsregierung trotz Klimakrise weiter Steuergelder in Schneekanonen steckt. Das ist kurzsichtig und blockiert zukunftsgerichtete Investitionen“, kritisiert Christian Zwanziger, tourismuspolitischer Sprecher der Grünen im Bayerischen Landtag.

Der Landkreis Oberallgäu habe in den vergangenen Jahren einen großen Anteil der Fördergelder für Seilbahnen bekommen. Fast 47 Millionen Euro stellte Thomas Gehring, Oberallgäuer Abgeordneter fest. Das hatte zur Folge, dass die künstlich beschneite Fläche im Regierungsbezirk Schwaben von 2011 bis 2020 von 265,87 auf 322,51 Hektar angewachsen ist.

Das Programm zur Seilbahnförderung läuft Ende 2022 aus. Die Grünen fordern es nun dringend zu evaluieren und im Hinblick auf die Klimaziele und die zukünftigen Herausforderungen des Tourismus anzupassen.

Thomas Gehring: „In den Debatten um den Grünten sehen wir, wie dringend wir uns auf einen nachhaltigen Tourismus konzentrieren müssen. Alles andere schadet nicht nur der Umwelt und konterkariert Klimaschutzziele – auch die Bevölkerung trägt das nicht mehr mit.“ Besonders die Verkehrsproblematik gelte es schnell anzugehen. „Statt in Kunstschnee und Parkplätze sollten wir die Gelder lieber in funktionierende Angebote zur Anreise mit Bus und Bahn stecken sowie in eine Besucherlenkung, etwa für einen „klimaverträglichen Bergtourismus“ am „Winter- und Sommerbergsteigerberg Grünten“, so Gehring.

 

Zur Erläuterung:

Der Freistaat fördert Seilbahn- und Beschneiungsanlagen aus dem Bayerischen Regionalen Förderprogramm, der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" und seit 2009 vor allem aus den „Richtlinien zur Förderung von Seilbahnen und Nebenanlagen in kleinen Skigebieten“, der sogenannten Seilbahnförderung.

 

Quellen (11. Januar 2022):

Alternativer Wintertourismus in Tirol »Seit der Sessellift weg ist, haben wir im Winter mehr Gäste denn je«

Urlaub im Schnee ohne Skilifte und Pisten ist undenkbar? Auf dem Mieminger Plateau westlich von Innsbruck beweisen mutige Hoteliers, dass das funktionieren kann.

 

Quelle (11. Januar 2022):

https://www.spiegel.de/reise/europa/alternativer-wintertourismus-auf-dem-mieminger-plateau-seit-der-sessellift-weg-ist-haben-wir-im-winter-mehr-gaeste-denn-je-a-dc85512a-d6ac-47e4-90ec-0f4979989a5a?fbclid=IwAR0zyOeYBjOHWJNwp-cWRUnavTS9j4OdGDODybeuTfiJ0L_DCaQhaiVxO-E

Vernachlässigt Bayern klimafreundlichen Tourismus?

Umwelt

 

Künstliche Beschneiung gehört längst zum Standard in den deutschen Skigebieten. Die Grünen kritisieren, dass der Freistaat Schneekanonen und Seilbahnen zu stark fördere.

 

Die Grünen im Landtag kritisieren, dass Bayern noch immer zu viel Geld in Schneekanonen und Parkplätze investiert. Was Ministerien und Seilbahnbetreiber entgegnen.

 

Die bayerische Staatsregierung hat angekündigt, Bayern bis 2040 klimaneutral zu machen. Zumindest hat dies Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) mit seinem Maßnahmenpaket zum Klimagesetz im Punkt „Klimaverträglicher Bergtourismus“ so festgehalten. „Die Seilbahnförderung aus dem Wirtschaftsministerium von Glaubers Parteifreund Hubert Aiwanger passt aber nicht zu diesen Vorhaben“, kritisiert der Grünen-Abgeordnete Christian Zwanziger gegenüber unserer Redaktion.

 

Quelle (3. Januar 2022):

https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/umwelt-vernachlaessigt-bayern-klimafreundlichen-tourismus-id61412996.html


  Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird;

 aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.

 

Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)

Allen Besuchern meines Blogbeitrags

zum Schutz des Grünten

wünsche ich schöne Weihnachtsfeiertage,

einen guten Jahreswechsel

und ein gesundes, neues Jahr.

Bayerns Klima im Wandel - Klimaregion Alpen

Die Folgen der globalen Erwärmung sind auch in Bayern bereits spürbar. Mithilfe von Modellrechnungen lässt sich abschätzen, wie sich das Klima künftig weiterentwickelt. Diese Informationen helfen, die nötigen Maßnahmen zur Anpassung an die sich ändernden Bedingungen zu ergreifen. Die Ergebnisse zeigen aber auch: Mit sofortigem Klimaschutz können schwerwiegende Folgen für Mensch und Umwelt noch vermindert werden.

 

Quelle (Stand: April 2021): Bayerisches Landesamt für Umwelt

https://www.bestellen.bayern.de/application/applstarter?APPL=eshop&DIR=eshop&ACTIONxSETVAL(artdtl.htm,APGxNODENR:1325,AARTxNR:lfu_klima_00184,AARTxNODENR:358794,USERxBODYURL:artdtl.htm,KATALOG:StMUG,AKATxNAME:StMUG,ALLE:x)=X

 

Mildere Winter

Verregnete Landschaften statt verschneiter Wälder: Selbst in den Alpen werden die Winter weniger frostig. In tieferen Lagen wird Wintersport nicht mehr wie bisher möglich sein. Die kürzere Schneesaison wirkt sich zudem auf den Wasserhaushalt aus.

Skiurlaub in den niedrigeren Lagen der Alpen ist möglicherweise bald Schnee von gestern. Eine verlockende und nachhaltige Alternative sind Winterwanderungen durch unverbaute Landschaften - ohne Lifte, Schneekanonen, Geröllpisten und Autokolonnen. Entspannungsmomente mit Wellness und gutem Essen runden das Urlaubsprogramm in den Bergen ab.

 

Quelle (Stand: April 2021): Bayerisches Landesamt für Umwelt

https://www.bestellen.bayern.de/application/applstarter?APPL=eshop&DIR=eshop&ACTIONxSETVAL(artdtl.htm,APGxNODENR:1325,AARTxNR:lfu_klima_00184,AARTxNODENR:358794,USERxBODYURL:artdtl.htm,KATALOG:StMUG,AKATxNAME:StMUG,ALLE:x)=X

 

Ganz persönliche Anmerkung:

Ich denke, da wird der bayerische Ministerpräsident, Herr Dr. Markus Söder, den Widerspruch

Bayern rüstet Skigebiete massiv auf

zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium - rechtzeitig vor der kommenden Landtagswahl im Herbst 2023 - zur "Chefsache" erklären.

Kontakt

Robert Wörz

 

Allgäuer Auszeit-, Labyrinth- und Wegbegleiter

 

Hintere Gerbergasse 19

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Telefon: 0175 / 9724044

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