Grünten aktuell (Frühjahr/Sommer 2022)

Bürgerstammtisch der Unabhängigen Liste Burgberg (ULB)

Am Donnerstag, 7. Juli 2022, findet um 19 Uhr der Bürgerstammtisch der Unabhängigen Liste Burgberg (ULB) in der Alpe Weiherle statt.
...
Aus aktuellem Anlass wird auch der Besitzer des Grüntenhauses Herr Kollmann für Fragen zur Verfügung stehen.
...

 

Quelle (1. Juli 2022):

https://gemeinde-burgberg.de/wp-content/uploads/2022/06/Burgberger_Mitteilungsblatt_Ausgabe-12-INTERNET.pdf

Gemeinde Rettenberg: Transparenz des gemeindlichen Verwaltungsgeschehens

Am Montag, 20. Juni 2022, fand in Rettenberg eine öffentliche Gemeinderatssitzung statt.

 

Anmerkungen:

Die Gemeinde Rettenberg veröffentlicht im Internet unter

https://www.gemeinde-rettenberg.de/gemeinderat/sitzungstermine/

eine Übersicht der geplanten Sitzungstermine des Gemeinderats in Rettenberg sowie die jeweilige Bekanntmachung vor der jeweiligen Sitzung.

Die Bekanntmachung der Tagesordnung für die öffentliche Sitzung des Rettenberger Gemeinderats am 20. Juni 2022 erfolgte - entgegen der sonst üblichen Praxis (5-6 Tage vorher) - bis zum Sitzungsbeginn (19.30 Uhr) im Internet nicht.

Dies wäre an sich unbedeutend.

Wenn da nicht dieser eine, für die breite Öffentlichkeit sehr interessante Tagesordnungspunkt

"Bauantrag: Bau eines Jungviehstalles mit Hirtenwohnung, Fl.Nr. 532, Gem. Rettenberg"

wäre …

"Wer hoch steigt, kann tief fallen"

Oberallgäu: Grüntenhütte weiter geschlossen - wegen Klage

Die Unternehmerfamilie Hagenauer möchte das Skigebiet am Grünten modernisieren. Sie will unter anderem die Grüntenhütte sanieren und zum Teil neu bauen. Im Moment liegt der Neubau allerdings auf Eis. Schuld ist eine Klage.

Die Bauarbeiten an der Grüntenhütte oberhalb von Kranzegg in der Gemeinde Rettenberg stehen weiter still. Im Zuge der Modernisierungspläne für das Skigebiet am Grünten soll auch die Hütte teilweise neu gebaut werden. Die Allgäuer Unternehmerfamilie Hagenauer hatte dafür im November 2021 grünes Licht vom Landratsamt Oberallgäu bekommen und schon mit den ersten Arbeiten begonnen.

Die Grüntenhütte ist eine Baustelle

Anwohner klagen gegen Modernisierung der Grüntenhütte

 

Quelle (15. Juni 2022):

https://www.br.de/nachrichten/bayern/oberallgaeu-gruentenhuette-weiter-geschlossen-wegen-klage,T8p3Utl

Wegebau zur Alpe Gund/Grüntenhaus

Nach den mir vorliegenden Informationen soll das Thema

  • Wegebau zur Alpe Gund/Grüntenhaus

in der Burgberger Gemeinderatssitzung am 12. September 2022 erneut besprochen werden.

 

Externer Link:

https://gemeinde-burgberg.de/rathaus-burgberg/gemeinderat-sitzungen/

Der Weg zum Grüntenhaus erhitzt die Gemüter

Geplanter Wegebau am Grünten

Von der Alpe Weiherle bei Burgberg geht erst ein asphaltierter Weg Richtung Grüntenhaus.Später steigt er steil an und führt größtenteils durch den Wald. Neben dem Schotterpfad liegen auch umgestürzte und gefällte Bäume.

Der Grundstücksbesitzer will den Weg befahrbar machen, weil die Bergunterkunft saniert werden muss. Nicht alle Wanderer zeigen dafür Verständnis.

Es war vor wenigen Wochen ein Aufregerthema im Gemeinderat Burgberg: Zum 1535 Meter hoch gelegenen Grüntenhaus hoch soll ein drei Meter breiter Schotterweg geebnet werden. Das wünscht sich der Grundstücksbesitzer, Familie Kollmann aus Weitnau. Was aber sagen Wanderer, die dort unterwegs sind, zu diesem Vorhaben? Und warum ist der Umbau für Kollmanns wichtig?

 

Quelle (11. Juni 2022):

https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/immenstadt/weg-zum-gruentenhaus-von-burgberg-aus-diskussionen-um-fahrbahn_arid-431941

Bergbahnen, Gewerbegebiete und Eventtourismus: So hat sich die Alpenlandschaft im Oberallgäu verändert

Buchpräsentation in Tannheim

Ein Blick von der Kanzel am Oberjoch über Bad Oberdorf zum Imberger Horn, das sich heute größtenteils bewaldet präsentiert. Eine Aufnahme im Buch „Allgäuer Alpen im Wandel“ aus dem Jahr 1934 zeigt das Imberger Horn mit viel weniger Wald. Damals waren mehr Weideflächen am Berg als heute.

Die Autoren von "Alpen im Wandel" und ein Professor kritisieren dabei unter anderem die Förderung von Bergbahnen und die Flächenversiegelung.

  • Befragung von Touristen in Bad Hindelang zu Bild der Alpen
  • Blumenreiche Bergwiesen sollen weiter gefördert werden
  • Fast 30 Prozent Zweitwohnsitze in Oberstdorf
  • Wie sich die Allgäuer Alpen verändert haben

 

Quelle (25. Mai 2022):

https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/immenstadt/allgaeuer-alpen-im-wandel-kritik-an-foerderung-von-bergbahnen-und-flaechenversiegelung_arid-425443

Erschließungsweg für das Grüntenhaus

Burgberg

MITTEILUNGSBLATT

Freitag, 20. Mai 2022 - Ausgabe 10

Aus dem Gemeinderat

 

Externer Link:

https://gemeinde-burgberg.de/wp-content/uploads/2022/05/22035100_Mitteilungsblatt-Burgberg-Ausgabe-10_INTERNET.pdf

Fahrweg zum Grüntenhaus: Landschaftsschutzgebiet "Grünten"

Externer Link zum Bayernatlas: Landschaftsschutzgebiete

Im Zusammenhang mit dem LSG "Grünten" ist mir u. a. folgendes besonders wichtig:

  • Die Erhaltung und Entwicklung von Landschaft und Natur liegt mir sehr am Herzen.
  • Landschaft, Natur und Umwelt brauchen unseren Schutz.
  • Die natürlichen Lebens­grundlagen sollen erhalten bleiben.
  • Boden, Luft und Wasser sowie Pflanzen, Tiere und deren Lebensräume müssen auf Dauer geschützt werden, damit auch zukünftige Generationen sie noch erleben und genießen können.
  • Zum Schutz von Landschaft, Natur und Umwelt gibt es konkrete Rechtsvorschriften.
  • Dafür zuständig ist vorrangig das Landratsamt (hier: Oberallgäu), u. a. als Untere Naturschutzbehörde.
  • Landschaft und Natur dienen als Lebensgrundlage für die Menschen und sollen als Voraussetzung für ihre Erholung gesichert werden.
  • Das umfangreiche Aufgabengebiet des Arten-, Landschafts- und Naturschutzes soll die Artenvielfalt der heimischen Pflanzen- und Tierwelt bewahren und die Schönheit dieser abwechslungsreichen Landschaft (hier: Allgäu) erhalten.
  • Die vielfältigen Naturräume mit sehr hoher Biotopausstattung sollen für die nachfolgenden Generationen, vor allem aber als Lebensraum für gefährdete Pflanzen und Tiere, erhalten werden.
  • Das Bayerische Naturschutzgesetz sieht u. a. folgende Schutzgebiete vor:
    • Landschaftsschutzgebiete
      • Größere Landschaftsräume, deren Charakter und Erholungswert sowie Naturhaushalt erhalten und wo nötig entwickelt und Schäden verhindert oder behoben werden sollen.
  • Landschaftsschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Landschaft und Natur erforderlich ist
    • zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Funktions- und Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,
      • einschließlich des Schutzes von Lebensräumen und Lebensstätten bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten,
    • wegen der Eigenart, Schönheit und Vielfalt oder der besonderen kulturhistorischen Bedeutung der Landschaft oder
    • wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung.
  • Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Grünten, Großer Wald, Deutsche Alpenstraße und Wertachtal" vom 26. Juli 1972

    • In diesem Schutzgebiet ist es verboten, Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Landschaft zu verunstalten, die Natur zu schädigen oder den Naturgenuss zu beeinträchtigen.

    • Für bestimmte Vorhaben innerhalb des Schutzgebietes wird eine gesonderte Erlaubnis des Landratsamtes (hier: Oberallgäu) als Untere Naturschutzbehörde benötigt.

    • Einer solchen Erlaubnis bedarf unter anderem, wer bauliche Anlagen jeglicher Art ändert oder errichtet, landschaftsprägende Elemente wie Bäume, Findlinge oder Felsbrocken, Gehölze oder Sträucher beseitigt oder Rundfunk- bzw. Tonwiedergabegeräte so laut spielen lässt, dass andere gestört oder Tiere beunruhigt werden können.

Zur Bedeutung der Landschaftsschutzgebiete:

https://www.lfu.bayern.de/natur/schutzgebiete/landschaftsschutzgebiete/index.htm

Fahrweg zum Grüntenhaus: Alpenbiotopkartierung

Vor einigen Jahren wurde im Süden Bayerns eine Alpenbiotopkartierung durchgeführt. Auch im gesamten Gebiet um den Grünten gibt es zahlreiche, kartierte Alpenbiotope.

Die Landschaftsschutzgebietsverordnung "Grünten" vom 26. Juli 1972 soll u. a. den Schutz all dieser Alpenbiotope garantieren:

So gilt: Nicht die Kartierung, sondern die Natur macht eine Fläche zum Biotop. Rechtliche Einschränkungen können sich allerdings ergeben aus

  • ...
  • Schutzgebietsverordnungen.

Damit sind die genannten rechtlichen Regelungen unabhängig von der Biotopkartierung wirksam. Eine genaue Erfassung der Biotope hat jedoch den Vorteil, ohne zusätzliche Erhebungen vor Ort feststellen zu können, welche Flächen unter diese Bestimmungen oder Verordnungen fallen.

Auf der Südwestseite des Grünten (zwischen Burgberg, Grüntenhaus und Übelhorn) verdichten sich die kartierten Alpenbiotope.

 

Externe Links zum Bayernatlas: Alpenbiotopkartierung

Fahrweg zum Grüntenhaus: FFH-Gebiet "Grünten"

Das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet 8427-301 „Grünten“ wurde in den vergangenen Jahren von Experten kartiert, inventarisiert und bewertet. Die Ergebnisse wurden in einem für Behörden verbindlichen Managementplan zusammengefasst.

Die rechtliche Grundlage zur Ausweisung und Kartierung des Gebietes sowie zur Aufstellung des Managementplans stellt § 32 Abs. 3 Satz 3 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 Flora-Fauna-Habitat Richtlinie (FFHRL) dar.

Der Managementplan des 147 Hektar großen FFH-Gebiets „Grünten“ wurde am 22. November 2018 durch den „Runden Tisch“ öffentlich vorgestellt und diskutiert.

Der Entwurf des Managementplans lag im Zeitraum vom 2. Mai bis 31. Mai 2019 öffentlich aus.

Im Managementplan stellen die beauftragten Gutachter bei den gebietsbezogenen Beeinträchtigungen unter „Tourismus“ fest:

Das FFH-Gebiet zählt aufgrund der guten Infrastruktur (Bergbahn, zahlreiche Wanderwege, Skilifte, bewirtschaftete Alphütten) zu einem touristisch stark frequentierten Gebiet sowohl im Sommer als auch im Winter. Zur Sicherung des Erhalts der erfassten LRT und Anhang Arten sowie der weiteren genannten naturschutzfachlich bedeutsamen Arten und Biotope auch im Hinblick auf ihre Qualität ist von einer infrastrukturellen Erweiterung des Gebiets und des engeren Umfelds abzusehen.

 

Externe Links zum Bayernatlas: FFH-Gebiet

Externe Links zum Bayernatlas: Alpenbiotopkartierung und FFH-Gebiet

Fahrweg zum Grüntenhaus: Alpenplan

Er sorgt verbindlich für eine ausgewogene Entwicklung der bayerischen Alpen. Er definiert einerseits Erschließungsräume für Tourismus-, Gewerbeentwicklung und Wohnen und bündelt dort die dafür notwendigen Infrastrukturen. Andererseits bewahrt er unberührte Landschaften für naturnahe Erholung. Als Teil des Landesentwicklungsprogramms teilt er die bayerischen Alpen in drei Zonen (A, B, C) ein.

 

Externer Link zum Landesentwicklungsprogramm Bayern: Alpenplan Blatt 1 (West)

Fahrweg zum Grüntenhaus sorgt für Diskussionen

Alphütte schwer erreichbar

45 Bäume oder "bestimmt mehr" müssten weg: Fahrweg zum Grüntenhaus sorgt für Diskussionen

Das Grüntenhaus war 1854 das erste Berg-Gasthaus im Allgäu. Carl Hirnbein hat es erbauen lassen nach Vorbildern aus der Schweiz. Heute geht dorthin nur ein Pfad durch den Wald bis auf eine Höhe von 1535 Metern.

Der Pfad zum ältesten Berg-Gasthof im Allgäu soll als Schotterweg ausgebaut werden. Was der Grund dafür ist und warum eine Materialseilbahn nicht gewählt wird.

Die Grüntenhütte an der Nordseite des „Wächter des Allgäus“ macht immer wieder von sich reden: Sie soll saniert werden im Rahmen eines umfassenden Modernisierungskonzepts mit Ganzjahres-Gondelbahn an der Nordseite des Bergs. (Lesen Sie auch: Grünten-Projekt Rettenberg: Vier klagen gegen den Neubau). Jetzt aber lenkt das Grüntenhaus die Blicke auf die Südseite, Richtung Burgberg: Das erste Berghotel im Allgäu, fertiggestellt 1854 muss saniert werden. Die Krux daran: Es gibt keinen Fahrweg hoch zum Grüntenhaus und zur benachbarten Alpe Gund, sondern nur einen steilen Fußpfad. Das möchte die Besitzerfamilie nun aber ändern.

 

Quelle (15. Mai 2022):

https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/immenstadt/gewuenscht-ein-fahrweg-zum-burgberger-gruentenhaus_arid-420763

Neun Millionen Euro fließen unter anderem in den Bau von Wasserleitungen für Hütten

Rettenberger investieren

Nicht jede Berghütte hat  sauberes Trinkwasser. Deshalb gibt es das "Sonderprogramm Berghütten". Das verspricht beim Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung hohe Bau-Fördermittel für touristisch genutzte Hütten (...) auf über 1000 Metern Höhe..

Gemeinderat Rettenberg verabschiedet Rekord-Etat von 20,8-Millionen Euro. Von was die Kämmerin künftig ausgeht.

  • 3,2 Millionen Euro fürs Personal
  • Bauarbeiten auf der Alpe
  • Die Schulden steigen
  • Wo fließt das meiste Geld hin?

 

Quelle (13. Mai 2022):

https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/immenstadt/neun-millionen-euro-fliessen-unter-anderem-in-den-bau-von-wasserleitungen-fuer-huetten_arid-420169

Rettenberg und Burgberg wollen in den Naturpark Nagelfluhkette

Die Gemeinde Rettenberg möchte gemeinsam mit der Gemeinde Burgberg dem Naturpark Nagelfluhkette beitreten. Beide Gemeinderäte haben diesem Antrag am Montag zugestimmt. Der länderübergreifende Zusammenschluss Naturpark Nagelfluhkette zieht sich von Vorarlberg über Oberstaufen, Blaichach, die Hörnerdörfer bis Balderschwang. 

 

Quelle (11. Mai 2022):

https://www.allgaeuhit.de/Oberallgaeu-Rettenberg-und-Burgberg-wollen-in-den-Naturpark-Nagelfluhkette-article10052022.html

 

Persönliche Anmerkung:

Ich hoffe, die beiden Beitritte tragen zu einem umfassenderen Schutz für den Grünten bei.

Wegebau zur Alpe Gund/Grüntenhaus

Am Montag, 09.05.2022, 19.00 Uhr, findet im

Markthaus Burgberg

Rettenberger Straße 2    
87545 Burgberg

eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates, u. a. mit folgender Tagesordnung:

1. Sachstandsbericht aus der Projektgruppe Besucherlenkung
2. Kollmann - Wegebau zur Alpe Gund/Grüntenhaus
3. Naturpark Nagelfluh - Antrag auf Mitgliedschaft

statt.

Quelle (4. Mai 2022):

https://gemeinde-burgberg.de/rathaus-burgberg/gemeinderat-sitzungen/

Alpweg bzw. Fahrstraße zur Alpe Gund (Grüntenhaus)

Stellungnahmen aus den Jahren 2004 und 2008

Alpweg Alpe Gund am Grünten, Gemeinde Burgberg, Landkreis Oberallgäu

Der Bund Naturschutz lehnt die Wegeerschließung auf die Alpe Gund / Grüntenhaus aus naturschutzfachlichen Bedenken und grundsätzlichen Erwägungen ab.

Quelle (9. Dezember 2004):

https://kempten.bund-naturschutz.de/fileadmin/kreisgruppen/kempten/Dokumente/Stellungnahmen/Ste_BN_Alpweg_Gruenten.pdf

 

Der Deutsche Alpenverein lehnt das Vorhaben des Eigentümers grundsätzlich ab, eine Fahrstraße auf die Alpe Gund am Grünten zu bauen.

Quelle:

https://kempten.bund-naturschutz.de/fileadmin/kreisgruppen/kempten/Dokumente/Stellungnahmen/Ste_DAV_Gruentenhaus.pdf

 

Pressemitteilung

Planungen für Alpweg zum Grüntenhaus - Natur- und Heimatschutzvereine gegen den Verbau des beliebten Wandergebietes am Symbolberg des Allgäus

Quelle (15. Dezember 2008):

https://kempten.bund-naturschutz.de/fileadmin/kreisgruppen/kempten/Dokumente/Presse/Pressemeldung_Alpweg_Gruenten_neu.pdf

Neubau der „Grüntenalpe“: Einvernehmensfiktion?

In der Sitzung am 25. April 2022 hat der Rettenberger Gemeinderat die Entscheidung über den Bauantrag "Grüntenalpe" (Bau eines Jungviehstalles mit Hirtenwohnung, Flurnummer 532, Gemarkung Rettenberg) bis Juli 2022 vertagt.

 

Quelle (28. April 2022):

https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/immenstadt/gruenten-gemeinderat-rettenberg-vertagt-entscheidung-ueber-neue-alphuette-bei-kranzegg_arid-413641

 

Ich frage mich, ob in diesem Fall die Einvernehmensfiktion des § 36 Abs. 2 Satz 2 BauGB

 

Nach § 36 Abs. 2 Satz 2 BauGB gilt das Einvernehmen der Gemeinde als erteilt (Fiktion des Einvernehmens), wenn es nicht innerhalb von zwei Monaten nach Eingang des Bauantrages bei der Gemeinde (vgl. Art. 64 Abs.1 Satz 1 BayBO) verweigert wird.

Die Frist kann nicht verlängert werden.

Sieht sich die Gemeinde aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage, die Entscheidung über das Einvernehmen fristgerecht zu treffen, muss sie es vorsorglich verweigern.

Als empfangsbedürftige Willenserklärung wird die Versagung (bzw. Erteilung) des Einvernehmens erst wirksam, wenn sie der Bauaufsichtsbehörde (= Landratsamt Oberallgäu) zugeht.

Die Gemeinde hat deshalb nach § 36 Abs. 2 Satz 2 BauGB nur die Möglichkeit, dem jeweiligen Bauvorhaben - innerhalb der Zweimonatsfrist - zuzustimmen oder es abzulehnen.

 

zur Anwendung kommt.

 

Quellen (7. Mai 2022):

https://www.gesetze-im-internet.de/bbaug/__36.html

https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayBO-64

 

Sollte dies der Fall sein, ginge der Bauantrag in den nächsten Tagen oder Wochen (je nach Eingangsdatum des Bauantrags bei der Gemeinde Rettenberg) - ohne einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss - ans Landratsamt zur Entscheidung (Baugenehmigung).

 

Anmerkungen:

Diese Einvernehmensfiktion nach § 36 Abs. 2 Satz 2 BauGB würde beispielsweise dann nicht eintreten, wenn die Älpler den Bauantrag (z.B. für eine Änderung) zurücknehmen.

Ansonsten gilt das gemeindliche Einvernehmen nach Ablauf von zwei Monaten als erteilt.

Das Landratsamt Oberallgäu wird - vor Erteilung oder Versagung der Baugenehmigung - nochmals eine Stellungnahme des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten (Allgäu) einholen.

Ich gehe davon aus, dass das AELF die Privilegierung des Vorhabens (hier: Bauantrag) - unabhängig von der Größe der „Grüntenalpe“ - erneut ablehnt.

"Grüntenalpe": Von der Bauvoranfrage zum Bauantrag

Mit meinen bisherigen Blockbeiträgen habe ich den Neubau der „Grüntenalpe“ - von der Bauvoranfrage bis zum Bauantrag - begleitet.

 

Meine Blockbeiträge

  • Gemeinderatsbeschluss (15. März 2021)
  • Auskünfte entsprechend Art. 39 BayDSG
  • Verweigerung der Auskünfte
  • Bergbahn-Projekt am Grünten
  • Gastronomiebetriebe (Bergstation, Grüntenalpe und Grüntenhütte)?
  • Privilegierung der „Grüntenalpe“?
  • Fehlende Genehmigungsvoraussetzungen
  • Transparenz des Verwaltungsgeschehens und -handelns
  • Erteilung der Auskünfte
  • Kostenbescheid (Auslagen und Gebühren)
  • Widerspruch gegen den Kostenbescheid
  • Verzicht auf ein Klageverfahren
  • Begleichung der Auslagen und Gebühren (alternativ als Spende)
  • Gemeinderat (25. April 2022)
  • Vertagung der Entscheidung

habe ich für Interessierte in einer eigenen PDF-Datei „“Grüntenhütte“ - Von der Bauvoranfrage zum Bauantrag“ zusammengefasst.

Gemeinderat verschiebt Entscheidung zu neuer Alphütte am Grünten

Grünten

 

„Überlegt euch das noch mal“: Gemeinderat verschiebt Entscheidung zu neuer Alphütte am Grünten

 

Ein Archivfoto zeigt die marode Grüntenhütte mit dem kleinen Stallgebäude links. Beides will die Investorenfamilie Hagenauer, die für das Ensemble verantwortlich zeichnet, erneuern. Die Alpgenossenschaft Grünten, die den Hagenauers diese Gebäude in Erbpacht für 66 Jahre zur Verfügung stellte, plant nun, im steileren Gelände rechts neben der breiten Gerölltrasse, eine kleine Alphütte mit Stall zu bauen.

 

Die Alpgenossenschaft Grünten will ein Häuschen mit Stall nahe der Grüntenhütte bauen. Warum aber eine erste Anfrage dazu 2021 vom Landratsamt abgelehnt wurde.

 

Wenn es um die Alpwirtschaft geht, werden in der Regel Baugenehmigungen für notwendige Alphütten erteilt. Auf der Rettenberger Seite des Grünten ist das derzeit nicht so: Eine Bauvoranfrage 2021 zum Bau einer Hirtenwohnung mit Jungviehstall wurde zwar vom Gemeinderat für gutgeheißen, vom Landratsamt aber abgelehnt. Jetzt stellte die Alpgenossenschaft Grünten erneut einen Bauantrag, allerdings mit wesentlich kleinerer Hütte als ursprünglich geplant. Der Gemeinderat Rettenberg signalisierte in der jüngsten Sitzung wieder seine Zustimmung, verschob aber eine Entscheidung.

 

Quelle (28. April 2022):

https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/immenstadt/gruenten-gemeinderat-rettenberg-vertagt-entscheidung-ueber-neue-alphuette-bei-kranzegg_arid-413641

Bauantrag: Bau eines Jungviehstalles mit Hirtenwohnung ("Grüntenalpe")

Der Rettenberger Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am 25. April 2022 mit dem Bauantrag

"Bau eines Jungviehstalles mit Hirtenwohnung, Fl.Nr. 532, Gem. Rettenberg"

befasst.

 

Anmerkungen:

Die Gemeinde Rettenberg veröffentlicht im Internet unter

https://www.gemeinde-rettenberg.de/gemeinderat/sitzungstermine/

eine Übersicht der geplanten Sitzungstermine des Gemeinderats in Rettenberg sowie die jeweilige Bekanntmachung vor der jeweiligen Sitzung.

Die Bekanntmachung der Tagesordnung für die öffentliche Sitzung des Rettenberger Gemeinderats am 25. April 2022 erfolgte - entgegen der sonst üblichen Praxis (5-6 Tage vorher) - erst am Tag der Sitzung (= 25. April 2022).

Dies wäre an sich unbedeutend.

Wenn da nicht dieser eine, für die Öffentlichkeit sehr interessante Tagesordnungspunkt

"4.3 Bauantrag: Bau eines Jungviehstalles mit Hirtenwohnung, Fl.Nr. 532, Gem. Rettenberg"

gewesen wäre …

Geplante „Bergerlebniswelt“ am Grünten - wir sehen rot!

Rot sehen der BUND Naturschutz und die Bürgerinitiative „Rettet den Grünten“ weiterhin für die Planungen am Grünten.

 

Quelle (5. April 2022):

https://kempten.bund-naturschutz.de/fileadmin/kreisgruppen/kempten/Dokumente/2022/Lindenblaetter_2022_low.pdf

Vier Rettenberger klagen gegen den Neubau der Grüntenhütte

Streit um das Grünten-Projekt

Ein Teil der Grüntenhütte soll im Zuge der Modernisierungspläne neu gebaut werden. Anwohner der Zufahrtsstraße versuchen, das zu verhindern.

Es ist ein gewaltiges Projekt, das die Investorenfamilie Hagenauer am Grünten realisieren will: eine Zehner-Kabinenbahn, Ganzjahresbetrieb mit Tal-, Mittel- und Bergstation mitsamt Gastronomie sowie ein Schneiteich, ein dreistöckiges Parkhaus und der Neubau der Grüntenhütte.

 

Quelle (5. April 2022):

https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/gruenten-projekt-rettenberg-vier-klagen-gegen-den-gruentenhuette-neubau_arid-404521